PBrennerTester

Fehlersuchprogramm für Parallelport-PIC-Brenner

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Achtung XP-User:  Nur die Version 2 ist XP-fähig.


Problem
Ein PIC-Parallelportbrenner wie der Brenner5 ist zwar kein allzukompliziertes Bastelprojekt, aber man kann immer noch genug falsch machen. Dann erkennt PBrenner den Brenner nicht, oder der Brenner brennt einfach keine PICs. Und dann?

PBrennerTester ist ein einfaches Testprogramm, mit dem sich alle statischen Funktionen des PIC-Brenners austesten lassen.

Nicht austesten kann man damit allerdings das dynamische Verhalten. Insbesondere das Einkoppeln von Signalen in die Taktleitung kann PBrennertester nicht erkennen.



Download

Wer eine aktuelle Version von PBrennerNG, P18 , FlashOver12 oder dsProg verwendet, der braucht PBrennertester nicht herunterzuladen. Die Funktionen von PBrennertester sind (mit Ausnahme des nicht sehr effektiven Speedtests) in diese Brennsoftware bereits integriert. Man findet sie unter Options - Hardware. Der unten beschriebene Test wird dann einfach mit den Funktionen des Brennprogramms anstelle mit PBrennertester durchgeführt.

Auch die statischen Funktionen des Brenner8 lassen nach der Anleitung auf dieser Seite testen. Die nötigen Funktionen sind in US-Burn integriert, PBrennertester funktioniert mit dem Brenner8 nicht.
Die Funktionen von PBrennertester sind (mit Ausnahme des nicht sehr effektiven Speedtests) in US-Burn bereits integriert. Man findet sie unter Options - Hardware, ab US-Burn1.5 heißt der Punkt Options - Calibration/Test. Der unten beschriebene Test wird dann einfach mit den Funktionen des Brennprogramms anstelle mit PBrennertester durchgeführt. Die Einstellung von IC-Socket/ICSP legt fest, an welchen Pins des Testsockels die zu  messenden Spannungen erzeugt werden (siehe Brenner8-Handbuch) und ob die Pegel auch am ICSP-Steckverbinder anliegen. Eine Besonderheit ist, dass die am ICSP-Stecker, bzw am Testsockel abgegebene Vpp-Programmierspannung deutlich kleiner als 12V ausfällt. Werte um 7V sind noch normal, und kein Hinweis auf eine Fehlfunktion der Vpp-Erzeugung

Wer keine der oben erwähnten Brennsoftwares benutzt, für den gibt es PBrennertester. Es existieren z.Z. zwei Versionen von PBrennerTester, die sich in der der Funktion nicht nennenswert unterscheiden, aber für unterschiedliche Betriebssystemsversionen geeignet sind:

 

Download der Version 1 
(200 kByte mit Treiber und Kurzanleitung)
Diese Version läuft auf Win9x, WinNT, Win2k aber nicht auf WinXP. Unter WinNT und Win2k werden Hauptbenutzerrechte benötigt (und beim Erstaufruf Admin Rechte).

Download der Version 2 
(200 kByte mit Treiber und Kurzanleitung)
Diese Version läuft auf Win9x, WinNT, Win2k und WinXP, benötigt aber unter WinNT und Win2k Administratorrechte.



Voraussetzungen
- ein Brenner3 oder Brenner5 oder Brenner1  oder
- Parallelport-Brenner nach Tait (für PP.exe)

Dieses Programm eignet sich nicht für AN589-Brenner oder Brenner2.


Durchführung eines Tests
 
Für den Test wird ein Spannungsmessgerät benötigt. Ein Digitalvoltmeter, das schon für weniger als 10€ erhältlich ist, eignet sich ideal. Niederohmige Voltmeter (z.B. aus der KFZ-Messtechnik) sind ungeeignet.

Der Brenner wird ohne PIC an den Druckerport des PC angeschlossen und mit der Spannungsquelle verbunden. Dann wird das Programm gestartet. Der Brenner wird erkannt. Falls nicht, kann der Test trotzdem durchgeführt werden, soweit der Brenner am Port LPT1 angeschlossen ist.

Falls kein Brenner1 oder Brenner3 (oder Tait-Typ-3) oder Brenner5 verwendet wird, muss noch die richtige Hardware eingestellt werden. Dafür existiert ein 'Hardwareeinstellung'-Fenster. 

Nach deaktivieren von 'Brenner1,3 oder5' und 'Quick u. Dirty' lassen sich die Treiber und Schalter frei auswählen.

Signal-Test:

Der Signaltest soll die prinzipielle Funktion von Datenkabel, Stromversorgung, Treiberschaltkreis und Schalttransistoren überprüfen.
Er erfolgt in 5 Schritten. Bei jedem Schritt wird die Spannung an den Pins Vdd, Vpp, RB6 und RB7 gemessen. Alle diese Messpunkte findet man an der ICSP-Buchse oder auch am PIC-Sockel. Als Masse (Referenz für die Messung) kann man Pin3 der ICSP-Buchse nutzen.
Bauelementebezeichnungen beziehen sich auf den Brenner5 R7.

Zu Beginn des Tests ist keines der Kästchen im 'Signal-Test'-Feld aktiviert. Das Kästchen 'Daten-Feedback' lässt sich nicht von Hand verändern, es folgt im Normalfall dem Wert des Feldes 'Datenleitung ein'. (wenn 5V eingeschaltet ist)
 
Schritt
zu aktivierende Felder
Vdd
(ICSP Pin2)
Vpp
(ICSP Pin1)
RB6
(ICSP Pin5)
RB7
(ICSP Pin4)
1
Ausgangszustand

Am Anfang sollten alle vier Leitungen keine nennenswerte Spannung führen.

Führen RB6 & RB7 High-Pegel, wurde wahrscheinlich bei 'Hardwareeinstellung' ein falscher Treiberschaltkreis ausgewählt.

Liegt nur an Vdd ca. 5V an, ist wahrscheinlich Q1 (Brenner5 R7) falsch eingebaut oder vom falschen Typ.

< 1V
< 1V
< 1V
< 1V
2
5V einschalten

Nun sollte Vdd auf ca. 5V ansteigen. Ansonsten ist wahrscheinlich Q1 (Brenner5 R7) falsch eingebaut oder vom falschen Typ. 
Falls die Spannung unter 4,5V liegt, dann sind Probleme bei CP-Entfernen oder Brennen einiger Typen zu erwarten. Beim Brenner5 bitte für D7 eine Shottky-Diode einsetzen, (oder D7 ganz überbrücken falls ICSP nicht benötigt wird).

4,5V ... 5,5V
< 1 V
< 1V
< 1V
3
12 V einschalten

Nun sollte zusätzlich Vpp auf ca. 12V ansteigen. Ansonsten ist wahrscheinlich Q2 (Brenner5) falsch eingebaut oder vom falschen Typ.
Falls im Brenner (außer Brenner5R7) die Spannung über 13,2V liegt, dann bitte eine Diode am Pin 2 des 7812 überbrücken.

4V,5 ... 5,5V 
11V ... 13,1V
< 1V
< 1V
4
Taktleitung ein

Nun muss RB6 auf ca. 5V ansteigen.

4,5V ... 5,5V
11V ... 13V
4V ... 5,5V
< 1 V
5
Datenleitung ein

Nun muss RB7 auf ca. 5V ansteigen.
Das Feld 'Daten Feedback' schaltet sich selbsttätig ein.

4,5V ... 5,5V
11V ... 13V
4V ... 5,5V
4V ... 5,5V

RB6&7 bleiben auf Low-Pegel, falls die Vdd-Zuschaltung (Schritt 2) nicht funktioniert.


Speed Test (nur mit Version2)

Nach dem Anklicken der Start-Test-Taste wird das Interface mit steigender Geschwindigkeit angesteuert, um Probleme zu erkennen. Der Test sollte mit der Ausgabe: 'Bremswert 0' enden. Dieser Test ist nicht besonders aussagekräftig, er erkennt nur schwerste Fehler.


Dynamische Fehler und ihre Ursachen

Es passiert, dass ein Brenner mit PBrennerTester erfolgreich geprüft wurde und auch von PBrenner erkannt wird, aber beim Brennen nur Fehlermeldungen produziert.
Ursache ist das dynamische Verhalten des Brenners, das das Testprogramm nicht prüfen kann.

In den meisten Fällen koppelt ein Störsignal in die Taktleitung RB6 ein. Das kann z.B. passieren, wenn die Datenleitung (RB7) im Kabel parallel zur Taktleitung (RB6) verläuft. Verdächtig sind also das Kabel zum PC wie auch ein evtl. vorhandenes ICSP-Kabel.

Abhilfe schafft oft eine Schirmung der Taktleitung. Dazu wird z.B. in einem Flachbandkabel (Hosenträgerkabel) die Taktleitung von zwei Masseleitungen eingeschlossen.

Auch kleine Kondensatoren (einige 100pF bis 1nF) die die Taktleitung mit Masse verbinden können solche Störsignale unterdrücken. Im Brenner5 ist C9 (in älteren Versionen C11) so ein Kondensator, der Störungen auf dem Druckerkabel unterdrücken soll. Es kann notwendig werden einen solchen Kondensator auch vom Pin2 des 7407 (Brenner5) nach Masse anzuschließen.



Die richtige Spannung an Vpp/MCLR

Die Wahl der  richtigen Programmierspannung für einen PIC hat sich in letzter Zeit zu einem ärgerlichen Problem entwickelt.
 
Damit ein PIC gebrannt werden kann, muss an sein MCLR/Vpp-Pin eine Programmierspannung von ca. 12V gelegt werden.

Je nach PIC-Typ ist die nötige Spannung leicht unterschiedlich. Für die meisten Typen ideal ist eine Spannung von genau 13V. Die ist aber etwas umständlich zu erzeugen, da 13V-Festspannungsregler nicht üblich sind. Nutzbar sind Kombinationen von 7805 (5V-Festspannungsregler) mit 7808 (8V-Festspannungsregler) (Brenner5 R7), oder ein 7812 (12V-Festspannungsregler) mit zusätzlichen Dioden (ältere Brenner5) oder ein frei einstellbarer Spannungsregler (317).

Wer nur mit modernen 16F87x, 12F6xx und 16F628 arbeiten will, kann es sich einfach machen. Hier reicht ein einfacher 7812 aus, der 12V erzeugt. Diese Schaltkreise sind nämlich mit jeder Spannung zwischen 9V und 13,5V zufrieden.

Wer aber noch 16F84 einsetzt sollte die Programmierspannung auf 13V anheben (z.B. mit den Dioden am 7812 in älteren Brenner5), damit am PIC noch eine ausreichend hohe Spannung ankommt.

++ACHTUNG++
Nutzer von P18, die 16-Bit-PICs brennen wollen, dürfen die Programmierspannung nicht blind auf 13V anheben! Viele PIC18Fxxxx-Typen lassen sich mit Spannungen über 12,5V nicht mehr korrekt löschen.
 

Die Brennersoftware P18 ab der Version V1.5 und die Brennersoftware PBrenbnerNG ab der Version V4.0 zeigen nach dem automatischen Erkennen des PIC-Typs auch die vorgeschriebene Programmierspannung an. Das kann als Orientierung dienen.


HINWEIS:
Bitte darauf achten, dass die Grafikkarte auf "kleine Schriftarten" eingestellt ist (in Windows unter: Systemsteuerung - Anzeige - Einstellungen). Ansonsten kann es zu Problemen mit der Grafikausgabe von PBrennerTester kommen.


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Autor: sprut
erstellt am 10.04.2003
letzte Änderung :13.05.2003