PIC-Brenner1

ein Programmiergerät für PIC16F84 & PIC16F627/628 & PIC12F675/629


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++Hinweis++
Bei einem Neubau empfehle ich anstelle des Brenner1 den Brenner5 zu bauen. Diese Seite dient nur noch der Pflege alter Brenner1.


Bild des Brenners Der gute alte Parallelportbrenner nach dem David-Tait-Verfahren ist schon ein Standard für die 16F84-Programmierung. 
Hier nun ein Layout, das bei mir schon längere Zeit verwendet wird. 
Den Link auf die zugehörige DOS-Software PIC84V05 (läuft unter Win95 im DOS-Fenster) ist auf der Link-Seite. Eine Windows-Software liegt bei mir zum Download.

Hier folgen nun das Layout und die nötigen Dateien: 

Jede zweite Leitung des Flachbandkabels habe ich auf der Platinenunterseite an Masse gelötet. Das ergibt nicht nur eine wirkungsvolle Zugentlastung, sondern verbessert vor allem die Störfestigkeit der Datenübertragung. 

Ein Inverter des 7407 (Pin 5, 6) wird eigentlich nicht benötigt. Da er ansonsten die normale Funktion des Brenners stören würde, muss entweder sein Ausgang (Pin 6) isoliert werden (Verbindung zwischen IC2-Pin 6 und ICSP-Buchse Pin 1 durchtrennen) oder man zieht seinen Eingang auf High-Pegel. Ich tue letzteres mit einem Widerstand (R10) im Druckerportstecker. Deswegen muss ich auch +5V zum Stecker führen.

     


DOS-Software
Das eigentliche Brennprogramm PP.EXE startet man am besten mit Hilfe einer Batch-Datei, da noch zwei Umgebungsvariablen gesetzt werden müssen:

set ppsetup=3
set pplpt=1
pp -x brenn.hex

Dabei steht BRENN.HEX für das fertige PIC-Programm im Intel-Hex-Format. Diese Datei erzeugt der Assembler.



Windows-Software
Um den einfachen Aufbau des Parallelportbrenners mit der einfachen Bedienung eines Windows-Programms zu verbinden schrieb ich ein Windows-Programm, das die DOS-basierte Tait-Software ablösen soll. Früher scheiterte das am (eigentlich sehr löblichen) Unwillen von Windows-NT den direkten Zugriff auf die Hardware des PC zu ermöglichen. Durch eine von Alexander Weitzman entwickelte  und als Freeware verteilte Delphi-Komponente gehört diese Beschränkung nun der Vergangenheit an.

Das Programm PBrenner besitzt die gleiche Bedienoberfläche wie das Programms für den Brenner2, was eine einheitliche, einfache Bedienung verspricht. Es sind nur Fassungen für die Typen PIC16F84(A) und PIC16F627/628 vorhanden. Andere (von PBrenner unterstützte) Typen können nur über den ICSP-Steckverbinder angeschlossen werden. Die Geschwindigkeit ist überzeugend, besonders, wenn der PIC nicht vollständig neu gebrannt werden muss.
Die momentane Entwicklungsstufe steht hier zum Download.

Alternativ kann auch eine Software von J. Aichinger benutzt werden.


Hinweise zum Aufbau
1.
Im Stromlaufplan fehlt der Widerstand R13 (1kOhm) zwischen dem Kollektor von T1 und dem Pin 6 der PIC-Fassung. Im Bestückungsplan sowie in den Fotos ist dieser Widerstand rechts neben den Leuchtdioden (Oberkante der Platine, mittig) zu finden. Es handelt sich um einen Schutzwiderstand, der bei falsch eingestecktem PIC Schaden vermeiden soll. Wer die 10 Pfennige sparen möchte, kann ihn durch eine Drahtbrücke ersetzen, aber ich rate davon ab.
Wer die Fotos genau ansieht erkennt dort einen 10kOhm-Widerstand. Wenn aber auch ICSP-Steckverbinder des Brenners benutzt wird, sollte besser ein 1kOhm-Widerstand verwendet werden.

2.
Der Widerstand R10 kann natürlich auch auf der Platine (und nicht im Druckerportstecker) eingelötet werden. Dann ist er so zu plazieren, wie im Bestückungsplan zu sehen.

3.
Die Dioden D4 und D5 heben die Spannung am Ausgang von IC2 auf 13,4 V und garantieren so eine der Spezifikation entsprechende Programmierspannung am PIC. Erfahrungsgemäß reicht aber auch eine etwas kleinere Programmierspannung, so dass man D4 und D5 durch Drahtbrücken ersetzen kann, wenn man es nicht so genau nimmt. (ist so im Foto der Bestückungsseite oberhalb der Spannungsregler-ICs zu sehen)

4.
Wer viel brennt wird bald den Vorteil eines Nullkraftsockels zu schätzen wissen. Er beseitigt die Gefahr, die Beine des PIC beim Herausziehen aus der Brennerfassung zu verbiegen. Es scheint aber leider kaum 18-poligen Nullkraftsockel zu geben, so dass man einen 20-poligen verwenden muss, dem man 2 Beinchen abknipst oder ein Kontaktpaar ausbaut (Textoolfassungen lassen sich auseinanderschrauben und dann ein Kontaktpaar sauber entfernen.).
Bei 20-poligen Fassungen ist aber äußerste Sorgfalt beim Einsetzten des PIC in die Fassung erforderlich, ansonsten versetzt man den PIC um ein Bein-Paar seitlich, was zur Beschädigung beim Brennen führen kann.

5.
Im Foto der Bestückungsseite ist zu erkennen, dass ich für R6 und R7 10kOhm-Widerstände eingesetzt habe. Ich empfehle trotzden 4,7kOhm-Widerstände.

6.
Die 8-polige Schaltkreisfassung dient dem Brennen der PIC12F675 und PIC12F629. .

7.
Anschlusskabel
Bei der Anfertigung des Druckerportkabels ist darauf zu achten, das die Taktleitung (Beschriftung auf der Platine: "1") von den Datenleitungen (Beschriftung auf der Platine: "0" und "B") abgeschirmt verlegt wird. Im einfachsten Fall erreicht man das durch die Verwendung eines Flachbandkabels (Hosenträgerkabel) bei dem jede zweite Leitung mit Masse verbunden wird. Dadurch wird auch eine gute Zugentlastung erreicht. Von den vielen Adern des Flachbandkabels werden nur 6 Adern am Druckerportstecker angeschlossen:
 

Markierung auf der Platine
Pin Am Druckerportstecker
B
10
0
2
1
3
2
4
3
5
G
25

Zwischen den Platinenanschlüssen "4" und "+" ist ein 10 kOhm-Widerstand einzusetzen. Ob das auf der Platine oder erst im Gehäuse des Druckerportsteckers erfolgt, ist egal.

8.
Falls es bei der Inbetriebnahme Probleme gibt, kann das Tool PBrennerTester benutzt werden, um die einzelnen Signalleitungen einzeln ein- und auszuschalten. Damit lassen sich Kabel- und Layout-Fehler leicht finden. PBrennerTester benötigt die Treiber, die dem Programm PBrenner beiliegen. Falls die Untersuchung mit PBrennertester keine Fehler zutage fördert, aber das Brennen immer wieder mit Fehlern abgebrochen wird, hilft eventuell ein 1 nF Kondensator vom Pin 9 des IC1 7407 und Masse (schlechte Druckerkabel führen zum Überschwingen der Taktleitung, welches der Kondensator beseitigt).


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Autor: sprut
erstellt: ca. 2000
letzte Änderung: 12.02.2003